Kitsune Kap. 00

Mein Name ist Kanemura Taki. Ich bin der erstgebohrene Sohn eines Samurai, der im Dienste des Daimyo Takumayo Ietoshi steht. Seit ich denken kann lebe ich in deisem wohl behüteten Haus. Nun ist meine Kindheit vorbei und ich werde auf das Sommeranwesen unseres Herren geschickt.

Für meinen Vater, der zu den obersten Gefolgsmännern Takumayos zählt, ist es eine große Ehre, dass sein Sohn in die Ausbildung zur Leibwache des zukünfigen Erben unseres Herren geht. Für mich bedeutet es, ich werde zum ersten mal meine gewohnte Umgebung verlassen und lange nicht wieder kehren.

Zum einen freue ich mich auf diese Reise, bin ungeduldig und voller Erwartungen. Zum anderen habe ich Angst vor dem verlassen meiner gewohnten Umgebung. Mein einstiger Trost ist das ich in die Heimat meiner vertsorbenen Mutter reise. Ich werde in dem Anwesen untergebracht sein in dem sie gearbeitet hat als mein Vater sie kennen lernte.

Im Vergleich zu anderen einundzwanzig jährigen Samurai bin ich in meiner Ausbildung schon weit vortgeschritten und beherrsche den Umgang mit Schwert sehr gut und habe auch den Bogen zu Pferd gemeistert. Viele der gleichaltrigen meiden mich da ich für sie schon seit einigen Jahren eher zu den Erwachsenen zähle. Als das einzige Kind meiner Eltern hat mich mein Vater streng erzogen und immer darauf wert gelegt das ich dem Bushido, dem Ehrenkodex der Samurai, folge. Ich bin groß und habe durch das harte trainieren einen gut gebauten Körper. Vater sagt immer ich sehe meine Mutter sehr ähnlich, ich hab ihr Augen, die so grau sind wie ein vernebelter Morgen.

Der Tag der Abreise rückte schneller näher als ich es erwartet hatte. Vor einer Woche wurde mir die Entscheidung unsers Fürsten mitgeteilt und heute sitze ich schon auf meinem Pferd und reite aus dem Tor hinaus in eine für mich andere Welt. Ich war selbstverständlich schon außerhalb des Anwesens, aber meist nur um kleine Besorgungen zu machen und das Händlerviertel zu besuchen. Heute reite ich diese Straße hinuter und werde das Tor am Ende passieren und auf die Landstraße gelangen, die mich nach Yamagata bringen wird.

Ich reise nicht alleine, um die fünfzig Mann begleiten die Sänfte, in der sich die Konkubiene Takumayos und der junge Herr Takomayo Iida befinden. Ich habe den jungen Herren noch nie gesehen, er lebt schon immer abgeschottet von der Außenwelt. Nach dem Verlust drei seiner Söhne durch Attentäter hat unsere Herr seinen neugebohrenen Sohn seit dem Tag seiner Geburt versteckt gehalten. Ich bezweifle, dass überhaupt jemand weis, dass es den Jungen gibt. Ich bin mir seiner Exsistense ja auch erst seit einer Woche bewusst, seit mein Vater mir die Nachricht überbrachte, dass ich von nun an der Leibwache des jungen Herren unterstehe. Ich weis noch genau das ich mir dachte, wie die Dame Harumi war schwanger? Ich hatte sie doch am Tag zuvor gesehen und sie war so hübsch und schlank wie eh und je. Ich hatte mich gewundert da ich annahm sie hätte dann doch einen Bauch haben müssen wie die Küchenmagt, die vor sechs Monaten ein Kind gebohren hatte. Mein Vater muss mir meine Verwunderung angesehen haben, da er gleich nachsetzte, dass der junge Herr bereits achtzehn ist und zusammen mit seiner Mutter, bei der es sich nicht um die Dame Harumi handelte, in das Sommerhaus Takumayos in Yamagata gebracht werden würde. Es musste alles geheim bleiben, da durch die Verodnung der Bakufus, der Regierung, die Familien der Daimyo die Hauptstadt Edo nicht verlassen durften.

Es war nicht ungewöhnlich das ein Lehnsherr eine seiner Konkubienen mit sich in sein Sommerhaus nahm somit würde niemand Verdacht schöpfen. Es wäre nur problematisch, wenn jemand den Jungen, der bei ihr in der Sänfte sahs, entdecken würde. Aber das war natürlich auch bedacht worden, der Junge wurde kurzerhand in die Kleidung eines der Diesntmädchen gesteckt und wurde so als Begleitung der Konkubiene getrannt. Ich konnte mir ja nicht vorstellen dass es klappt, da ich an mich selbts vor drei Jahren denken musste. Meinen gestählten Körper hätte man nicht in einem Baumwollkimono tarnen können, außerdem wäre mein doch sehr männliches Gesicht selbst mit Schminke nicht zu verschleiern gewesen. Deshalb stand ich der Sache recht skeptisch gegenüber.

Je näher wir dem Tor zur Landstraße kamen je unruhiger wurde ich und mit mir auch mein Pferd. Es trippelte nervös um her und ich hatte mühe es ruhig in der Formation zu führen. Bei erreichen des Tores war jeder meiner Sinne zu zerreisen gespannt. Ich nahm an die Torwachen würden beim Blick in die Sänfte sofort unruhig werden und es würde zum Kampf kommen. Aber alles kam anderes als erwartet.

An der Kontrollstelle wurden wir wir wie erwartet angehalten und er Truppenführer reichte die Papiere und das Durchlassschreiben, welches Gefolge eines Daimyo benötigte um die Hauptstadt zu verlassen, an den Wachmann. Dieser verschwand dann in dem Gebäude das sich ander linke Seite des Tores befand und kam nach einigen Minuten mit vier seiner Kollegen wieder. Danach wurden alle Gepäckstücke sorgfälltig kontrolliert. Die ganze Zeit war ich bereit auf alles zu reagieren und meiner Verpflichtung zu folgen, wenn wir hier auffolgen würde es zum ersten richtigen Kampf in meinem Leben kommen. Bis heute hatte ich noch nie mein Schwert and einem richtigen Gegner erproben können. Angst und Vorfreude mischen sich in meinem Inneren. So wie viele Samurai war auch ich zwar strickt ausgebildtet, aber ein Schlachtfeld, auf dem man das erlernte anwenden konnte gab es nicht mehr. Seit der Schlacht von Sekigahara vor fünfzig Jahren gab es keine bedeutenden Schlachten mehr, in denen man sich hätte austoben können. Somit war ich wie viele andere Samurai immer gespannt und bereit zuzuschlagen und mein Können an einem echten Gegner zu testen. Doch heute war nicht der Tag dafür.

Die Sänfte wurde geöffnet und ich spannte jeden Muskel an. Zu erst trat einen wunderschöne zierliche Frau hervor. Ihre Haut war weiß wie Perlmutt ihrer Miene vollkommen und ruhig wie ein Gebirgsteich. Ich bin so erstaunt über ihre Schönheit, dass mir fast nicht auffiehl, dass sie den Baumwollkimono einer Dienerin trug. Erst als die zweite Frau aus der Sänfte steigt, die in einem prächtigen Seidenkimono gekleidet war. Wird mir bewusst, dass die vermeitliche Dienerin mit der weißen Haut, den ungewöhnlich hellen Haaren und blauen Augen, der getarnte junge Herr Iida ist. Die Konkubiene ist auch keine Japanerin soviel ist mir in diesem Moment klar. Sie hat ein rundes volles Gesicht und helle Haare. Ihr Körper ist füllig und wirkt deplatziert in dem Kimono. Sie scheint sich auch nicht wirklich richtig bewegen zu können. Es wirkt alles so unbeholfen als sie wieder in die Sänfte steigt. Ihr folgend in voller Perfektion steigt die anmutige Dienerin mit dem japanischen Gesicht und den hellen Haaren wieder ein und schleist die Tür hinter sich.

Mir blieb über die Erkenntnis die Luft für einen Moment weg. Mein Herr hatte eine ausländische Konkubiene, die ihm einen Sohn gebohren hatte. Das erklärte warum der Junge sein leben lang versteckt wurde, welch Schande es für unseren Herren bedeutete war für jeden ersichtlich. Im Allgemeinen galten Ausländer als Babaren und unrein, man setzte sie mit den Leibeigenen gleich und wollte nicht mit ihnen zusammen sein. Auf der anderen Seite durfte auch kein Ausländer in Japan einreisen, es wurde nur Handel mit einigen wenigen betrieben, diese durften aber nie das Landesinnere betreten. Somit war diese Frau ein Risiko, wenn bekannt wurde das sie im Besitzt des Daimyo ist. Das ganze Prozedere spielte sich zum Glück zwischen der Sänfte und der Begleittruppe ab, so dass niemand von außen einen Blick auf sie erhaschen konnte. Der Beamte nahm einen großen Beutel, in dem sich wahrscheinlich Münzen befanden, an sich. Ich nehme an Schweigegeld um die Identität der Konkubiene geheim zu halten.

Als nun die Papier getauscht wurden und der Truppenführer wieder auf sein Pferd stieg konnte ich mich endlich entspannen. Wir setzten uns in Bewegung und ritten auf die Landstraße. In den Gesichtern meiner Kameraden sah ich die selbe Erstaundheit wie ich sie selbst fühlte. Aber wir waren unserem Herren verpflichtet und durften uns kein Urteil erlauben, somit verdrängte ich dieses mulmige Gefühl und versuchte mich auf die Reise zu konzentieren.

Quelle: http://german.literotica.com/s/kitsune-kap-00

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